Artenvielfalt in unserem Lebensraum | Schwalben für unseren Landkreis

Artenvielfalt in unserem Lebensraum

Unsere Gebäude und Gärten erscheinen für viele Tierarten  als „alternative Felsen“ oder Ersatz für verloren gegangenen Lebensraun. Dort suchen sie nach Unterschlüpfen und Nistplätzen.  Ihr früherer Lebensraum ist zerstört, sie haben es geschafft sich anzupassen, sind unsere Kulturfolger.

Es ist an uns, diese Naturschätze zu erhalten und ein Miteinander zu ermöglichen.

Ein typisches Beispiel dafür, ein Wildvogel der jedem bekannt ist, unsere Amsel. Ihr angestammter Lebensraum ist der Wald.

AmselmannimGarten
männliche Amsel mit Futter für den Nachwuchs

Amselmann

 

Selbst im Kleinen können wir Lebensraum schaffen für zahlreiche Insekten und andere Kleinstlebewesen. Dort wo sie leben, fühlen sich auch unsere gefiederten Freunde wohl.

 

naturaufkleinstemraum
Für kleine Vorgärten oder Höfe: Sommerblumen und Stauden gedeihen auch in Pflanzkübeln
honigbiene2
Eine Holzbiene, ein sehr wärmeliebendes Insekt, dessen Hauptverbreitungsgebiet in den Tropen liegt.

Einiges Grundsätzliches gilt es zu beachten:

  • Wir gärtnern ohne Torf und schützen dadurch die Moore der Welt, denn Torf gehört ins Moor! Achten Sie beim Kauf der Gartenerde auf den Hinweis, dass sie torffrei ist.
  • Ein absolutes Tabu sind offene Wasserfässer, in denen zahlreiche Tiere ertrinken können. Decken Sie Fässer und Eimer mit einem Gitter ab.
  • Ebenso gehören Fliegenfänger nicht in offene Räume, Balkone oder auf die Terrasse.  Jedes Jahr kommen Fledermäuse, Schwalben und andere Insektenfresser dadurch qualvoll  ums Leben.
  • Keine Chemie im Garten: Blattläuse, die evtl. an Rosen oder anderen Pflanzen sitzen, sollten wenn möglich gar nicht bekämpft werden, denn sie sind die Nahrung für den Nachwuchs unserer Gartenvögel.  Nehmen schwarze Blattläuse zu stark zu, hilft ein besprühen mit einem Brennnesselsud oder mit Schmierseifenlauge. Grüne Blattläuse werden sehr gerne von Meisen und anderen Insektenfressern an die Jungvögel verfüttert und sollten deshalb auf keinen Fall chemisch behandelt werden. Das kann ein ganzes Gelege der Vögel töten.
  • Schnecken sollten ebenfalls nicht chemisch bekämpft werden. Es gibt einige Möglichkeiten sie im Zaum zu halten. Sie verkriechen sich gerne unter Steinen, grossen Blättern, Holz und Rinde. Bauen Sie in der Nähe der zu schützenden Pflanzen Fallen für die Schnecken und sammeln Sie diese täglich ab. Schneckenzäune sind etwas aufwendiger und vor allem teuer. Igel, Spitzmaus, Elstern aber auch Käfer und Tausendfüßler helfen bei der biologischen Bekämpfung der Schneckenplage, fressen die Schnecken oder das Gelege. Helfen soll auch das Ausbringen von Sägemehl oder Fichtennadeln. Wer Schnecken einsammelt, sollte sie nicht qualvoll töten. Der Frosttod ist ein natürlich Tod für sie. Bierfallen sind eher umstritten, denn mit ihnen werden noch mehr Schnecken angelockt.
  • Wer Platz für einen Laubhaufen hat, sollte diesen unbedingt im Herbst anlegen um Igeln und anderen nützlichen Tieren einen Unterschlupf zu bieten.

Weitere Nützlinge, nicht nur in der Bekämpfung von Schnecken sind viele Vogelarten, Kröten, Eidechsen, Schlangen, aber auch Maulwurf, Spitzmaus und natürlich unser stachliger Freund der Igel. Sie alle benötigen jedoch einen geeigneten ruhigen Unterschlupf damit sie sich im Garten langfristig aufhalten.

  • Bitte im Garten nichts verbrennen, sondern schonend aufräumen.
  • Laubsauger sollten nicht verwendet werden
  • Ebenso sollten keine Motorsensen unter Sträuchern und Hecken zum Einsatz kommen. Schon mancher Igel wurde damit aufgeschlitzt, getötet.

Einheimische Sträucher dienen als Vogelnährgehölz, nicht nur wenn sie Früchte tragen, sondern auch im Frühjahr, wenn dort zahlreiche Raupen, Blattläuse und andere Insekten zu finden sind.

BeerenderFelsenbirne
Früchte der Felsenbirne sind bei vielen Vögeln beliebt
fürBalkon
Sommerblumen,nicht nur dekorativ

 

OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Blumenwiesen – Sommerboten
grauschnäpperamhaus
Seltener Gast in unseren Gärten: der Grauschnäpper
starenkasten
Star
Schwalbenschwanz
Die Raupe des Schwalbenschwanzes lebt an Doldenblütlern, wie Wilde Möhre, Pastinake, Kleine Bibernelle aber auch Dill, Petersilie, Möhre
jungeblaumeiseamkasten
gerade flügge Blaumeise, eben ausgeflogen
Fingerhut
Der Fingerhut wird oft auch vom Taubenschwänzchen aufgesucht. Vorsicht bei Kindern, er ist giftig.
tagpfauenaugeaufsommerflieder
Tagpfauenauge, auch auf Sommerflieder

schmetterling3 blütenpracht bienenweide2 kaisermantel an einem SchmetterlingsstrauchTaubenschwänzchen, ein weiterer Wanderfalter

kissenaster
Kissenaster, eine Insektenweide für den Herbst
Efeuwand
Insektenweide Efeu: er blüht nur, wenn er nicht zu oft geschnitten wird
Nuetzlingespinne
Wespenspinne

.